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Leben mit Demenz: Volkshilfe-Team unterstützt Angehörige

In Niederösterreich leben ca. 22.000 an Demenz erkrankte Menschen. Die Volkshilfe NÖ informiert schon seit Jahren in Vorträgen über erste Warnzeichen und das Krankheitsbild einer Demenzerkrankung. Im Vordergrund steht Aufklärung, Begleitung und Unterstützung der pflegenden Angehörigen, auch finanziell.

Im Jahr 2050 werden es wahrscheinlich 44.000 demenzerkrankte Menschen in Niederösterreich sein. Ungefähr 14.000 Betroffene sind in Therapie. 80% der an Demenz erkrankten Menschen werden in der Familie betreut und gepflegt.

Der Anteil an demenzerkrankter Menschen ist unter 75 Jahren 5%, bei 80- bis 85-jährigen 20% und ab 85 Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken auf 45%. Die Wahrscheinlichkeit, dass man hochbetagt wird und NICHT an Demenz erkrankt liegt bei 55%.

Besonders wichtig ist, die Diagnose so früh wie möglich zu stellen. Es gibt Medikamente, die die Erkrankung stabilisieren und die geistige Leistungsfähigkeit verbessern sowie schwierige Verhaltensweisen wie z.B. Unruhe, Reizbarkeit, Aggressionen zu vermindern.

Zur Diagnosestellung ist es unbedingt erforderlich einen Facharzt bzw. Fachärztin der Neurologie oder Psychiatrie aufzusuchen. Es besteht oft eine große Hemmschwelle, auch dabei unterstützt das Volkshilfe-Team die pflegenden Angehörigen. Die richtige Diagnose ist auch für das Pflegegeldverfahren und die Einstufung sehr wichtig!

Die Demenzerkrankung verläuft kontinuierlich fortschreitend und lässt sich in 3 Phasen einteilen: Frühstadium – Vergessen, Fortgeschrittenes Stadium – Verwirrtheit, Spätstadium – ausgeprägte Hilflosigkeit.

Grundsätzlich gilt im Umgang mit demenzerkrankten Menschen: Stärken betonen, Schwächen ausgleichen. Wichtig ist, dass Respekt, Wertschätzung und Empathie gezeigt wird. Daher stehen auch die Vorträge der Volkshilfe NÖ unter dem Motto: Das Herz wird nicht dement.

Die DemenzberaterInnen der Volkshilfe NÖ raten den Angehörigen sich rechtzeitig Unterstützung zu holen. Es hilft den Betroffenen nicht, wenn die pflegenden Angehörigen durch Überforderung selbst krank werden. Die mobile Pflege & Betreuung der Volkshilfe NÖ wird individuell an die Bedürfnisse der Betroffenen und Angehörigen angepasst (von 1-mal wöchentlich bis zu 3-mal täglich). Wichtig ist, dass sich die Angehörigen Freiräume schaffen!

Infos zum Ansuchen für finanzielle Unterstützung aus dem Volkshilfe Demenzhilfe Fonds, zum kostenlosen Ratgeber „Aktiv trotz Demenz“ und zur Unterstützung im Alltag erhalten Sie auch bei unserer Service-Hotline Tel. 0676 / 8676.

8. Juni 2019