Reise in die vergangenen Jahrhunderte


Zu nächtlicher Stunde kamen die Bewohner vom Betreuten Wohnen Baden bei der Stadtpfarrkirche St. Stephan zusammen, um sich auf historische Spuren des Nachtwächters zu begeben. Sie folgten dem mit Horn, Hellebarde und Laterne bestückten mitteralterlichen, nächtlichen Sicherheitsorgan.

Vorbei an den Resten der alten Stadtmauer ging es in die einstmals verruchte Vorstadt. Man lauschte Geschichten über üble Gesellen, den Sündenpfuhl des alten Badhauses, humorigen ebenso wie schaurigen und spannenden Geschichten aus der Badener Stadtgeschichte. Unter anderem wandelten sie auch auf den Spuren von Beethoven und Mozart und hörten von deren Liebe zu Badens Wein. Sie erkundeten die Ecke, wo einst das Lumpentürl war und Mozart mit seinem Freund Stoll sicher oft während seiner Aufenthalte Gebrauch davon machte.

Auch das Kaiserpaar war oftmals in Baden zu Gast und wohnte währenddessen im Kloster, wo es auch einen direkten Zugang zum Frauenbad gab. Der verheerende Stadtbrand 1812 lege es in Schutt und Asche. 1813 kaufte Kaiser Franz I das Haus am Hauptplatz 17 von den Habsburgern. Es trägt seither den Namen "Kaiserhaus. So erfuhren Sie auch, dass die Gattin von Erzherzog Carl Henriette von Nassau-Weilburg den Christbaum bei uns heimisch machte. Sie ließ zum Weihnachtsfest im Salon einen Lichterbaum mit Kerzen als "Bescherbaum" aufstellen.

Der Nachtwächter gab viele interessante Einblicke und selbst den eingesessenen Badenern unter den Teilnehmern konnte er noch ein "Ahhhh" entlockten.

Text: Michaela Frauenberger

5. Oktober 2020

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