Sozialmärkte soma. Verteilen statt vernichten.

Die Volkshilfe Niederösterreich betreibt Sozialmärkte soma. Diese Märkte sind keine Supermärkte im herkömmlichen Sinn, sondern stellen Menschen mit besonders niedrigem Einkommen, die sich oft nur schwer Grundnahrungsmittel leisten können, Waren, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen, transportbeschädigte Waren etc., gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung.

Das Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ und das Land NÖ (Arbeitnehmerförderung) fördern die Lohnkosten der im soma beschäftigten MitarbeiterInnen. Die Transitarbeitskräfte aus der Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen und der WiedereinsteigerInnen job-ready für den ersten Arbeitsmarkt gemacht und je nach Bedarf psychologisch begleitet. Ebenfalls sind zwei Schlüsselkräfte beschäftigt.

Ehrenamtliche HelferInnen sowie Unternehmen, die das Projekt soma mit Waren oder Dienstleistungen unterstützen wollen, sind herzlich willkommen!

Sozialer Wertstofftransfer

Das Sozialprojekt soma verfolgt die Idee des sozialen Wertstofftransfers, der Weitergabe von Produkten an Menschen, die ein Nettoeinkommen in der Höhe von maximal 870,- Euro pro Person (jede weitere Person 110,- Euro) nachweisen.

Unzählige Unternehmen aus Industrie, Handel und Gewerbe sind weltweit bereit, ihre Überproduktionen, Lagerüberbestände und ähnliche Produkte, die nicht mehr verkauft werden können, aber funktionstüchtig bzw. verzehrbar sind, anstelle einer Entsorgung lieber einer sinnvollen Verwendung durch Bedürftige zuzuführen. Aus emotionaler Sicht erscheinen die eigenen Produkte zumeist für eine Entsorgung ohnehin zu schade und eine Unterstützung bedürftiger Personen als anstrebenswert. Wirtschaftlich gesehen ergibt sich der Vorteil, dass durch die Weitergabe Entsorgungskosten eingespart werden können. Es ist nämlich nicht bekannt, dass die Unternehmen für die Übergabe an Bedürftige einen Kostenbeitrag zahlen müssten. Die Produkte werden beim Unternehmen abgeholt, denn mittlerweile wurde ein kleiner Transporter angekauft.

Helfen statt entsorgen

In dem Markt können Bedürftige voll verzehrtaugliche Produkte zu einem sehr niedrigen Preis wie in einem normalen Supermarkt kaufen. Die im Sozialmarkt angebotenen Produkte stammen meist aus Über- oder Fehlproduktionen, Fehletikettierungen und dergleichen des Handels, der Industrie oder auch der Landwirtschaft.

Ein Sozialmarkt hat aus diesem Grund nie die gesamte Palette eines normalen Supermarktes im Angebot und das wird auch nicht als Ziel angesehen. Er soll vielmehr für Bedürftige die Möglichkeit bieten, einen Teil des Einkaufs zu günstigen Preisen zu erledigen, damit für den Rest der benötigten Produkte bzw. für Betriebskosten u.ä. noch finanzielle Kapazitäten vorhanden sind. Nachdem nie ein vergleichbares Sortiment wie in einem herkömmlichen Supermarkt vorhanden ist und auch Einschränkungen bei der Einkaufsberechtigung herrschen, wird ein Sozialmarkt von anderen Geschäften im Allgemeinen auch nicht als Konkurrenz angesehen. Vielmehr werden Waren, die nicht im Sozialmarkt erhältlich sind, verstärkt woanders gekauft, da den Betroffenen mehr Geld zum Ausgeben bleibt.

Nachgefragt werden in erster Linie Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel.

Bäckereien stellen uns täglich Ware zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es bereits Kooperationen mit Obstbauern und landwirtschaftlichen Betrieben aus der näheren Umgebung und einigen Großkonzernen. Die Lieferungen sind unregelmäßig und mengenmäßig sehr unterschiedlich.

Die Preise der angebotenen Waren liegen etwa bei einem Drittel bis zur Hälfte der bei Diskontern üblichen Preise. Wir achten besonders darauf, nicht mit Profit-Unternehmen in Konkurrenz zu treten, deshalb berechtigt der Einkaufspass zu drei Einkäufen pro Woche um je 10,- Euro pro Einkauf, d.h. max. 30,- Euro pro Woche.

  

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